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LPC Berlin zu Gast beim BDSL

Cornelia Okpara und Udo Hansen standen dem Regionalkreis Ost Rede und Antwort. Foto: During
Cornelia Okpara und Udo Hansen standen dem Regionalkreis Ost Rede und Antwort.

Die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen sind ein ständiges Reizthema. Warum gibt es oft so lange Warteschlangen, warum sind gerade zu Stoßzeiten häufig nicht alle Kontrolllinien besetzt und wie können immer wieder Personen an den Kontrollen vorbei in die Sicherheitsbereiche geraten und ganze Terminals stundenlang lahmlegen? Viele Fragen hatten die Kollegen im Gepäck, als der Regionalkreis Ost einer Einladung des erst zwei Jahre jungen Bundesverbandes der Luftsicherheitsunternehmen folgte. BDLS-Präsident Udo Hansen und Geschäftsführerin Cornelia Okpara beließen es dann auch bei einer kurzen Einführung, um anschließend ausführliche Antworten zu geben und nahmen dabei auch kein Blatt für den Mund. Sie erläuterten, wie die absurde Aufteilung der Zuständigkeiten in Deutschland die Arbeit behindert. Denn die Passagierkontrollen, die Mitarbeiterkontrollen, die Kontrolle der Luftfracht sowie die Bewachung der Flugzeuge erfolgen zwar häufig durch gleichen Unternehmen, doch haben sie es – je nach Standort und Aufgabe – mit den unterschiedlichsten Auftraggebern und Aufsichtsgremien zu tun. Entsprechend gelten für jeden Teilbereich andere Ausbildungs- und Prüfungskriterien, so dass die Mitarbeiter bei Engpässen nicht den Bereich wechseln können. Zumindest für die Luftsicherheitsassistenten der Passagierkontrolle konnte inzwischen wenigstens ein bundeseinheitlicher Tarifvertrag ausgehandelt werden.
Knackpunkte sind auch der lange Vorlauf der Bedarfsanmeldungen, denn die Sicherheitsfirmen können immer nur soviel Personal beschäftigen, wie von den Auftraggebern bestellt und bezahlt wird. Kommt es dann während der Vertragsdauer zu einem unerwarteten Anstieg der Passagierzahlen, sind zwar Nachbestellungen möglich. Doch stehen neue Kräfte nach Sicherheitsüberprüfung, Ausbildung und Prüfung frühestens nach einem halben Jahr zur Verfügung. Zudem leidet die Branche unter aktutem Nachwuchsmangel, denn der Job ist unbeliebt, weil er in der Öffentlichkeit wenig angesehen und körperlich anstrengend ist und die Kontrolleure sich zudem oft noch mit gereizten Passagieren auseinandersetzen müssen. Udo Hansen plädierte auch für ein realistischeres Konzept der Kontrollstellen, bei dem als verdächtig eingestufte Passagiere frühzeitig von den übrigen Reisenden getrennt werden, um keine Staus zu verursachen. Verbesserungen erhofft er sich auch von zukünftiger Kombitechnik, die Metall- und Sprengstoffdetektoren mit modernen Techniken wie Körpertemperaturmessung und Irisscan verbindet.

Rainer W. During