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LPC Hamburg

WLAN wichtiger als Essen

Lufthansa Technik mit Sitz in Hamburg stattet immer mehr Flugzeuge mit Internetzugang für die Passagiere aus

LHT beim LPC Hamburg
Volles Haus beim LPC Hamburg

Ein Leben ohne Internet ist für viele kaum noch vorstellbar. Auch im Flugzeug wollen die Menschen online gehen. „Eine Fluggesellschaft ohne Internet hat heutzutage Wettbewerbsnachteile“, sagt Lukas Bucher von der Hamburger Lufthansa Technik AG. 83 Prozent der Passagiere haben nach seinen Angaben in internationalen Umfragen angegeben, Airlines mit Internet-Angebot zu bevorzugen. „Mehr als die Hälfte der Fluggäste hat sogar betont, dass ihnen Internet wichtiger sei als das Essen an Bord“, so Bucher, bei dem Unternehmen Leiter für den Bereich „Connectivity“ ist, im Luftfahrt-Presse-Club.

Inzwischen geht die Entwicklung für das Internet-Angebot über den Wolken mit großen Schritten voran. „Es gibt bereits rund 6500 Flugzeuge mit Internet – fast ein Drittel der weltweiten Flotte von Passagierflugzeugen“, erklärt der Diplom-Ingenieur. Was anfangs auf Langstreckenflieger beschränkt war, ist längst auch auf Kurz- oder Mittelstrecken verfügbar. Allein für die Lufthansa-Technik als Dienstleister bedeutet das nach eigenen Angaben pro Jahr deutlich mehr als 100 nachträgliche Einbauten für Kunden in aller Welt.
Bis zum Jahr 2023, so rechnet Bucher, dürften etwa 13 500 Flugzeuge unterwegs sein, in denen die Passagiere alles tun können, was sie auch am Boden gewohnt sind: chatten, surfen, Filme sehen, bestellen und vieles mehr. Doch Internet im Flugzeug hat seinen Preis, für die Fluggesellschaft und damit auch für den Passagier. „Ein Flugzeug von ‚offline‘ auf ‚online‘ zu bringen, kostet zwischen einer halben und einer dreiviertel Million Euro“, schildert der Experte. Im Cockpit und im „Keller“, dem Gepäckraum, auf dem Dach und in der Kabine – überall muss daran gearbeitet werden. Zu den kompliziertesten Installationen gehört die beheizte und rotierende Antenne auf dem Dach im hinteren Teil des Rumpfes. Sie liegt geschützt unter einer zweieinhalb Meter langen und einen Meter breiten Kuppel, die wie ein kleiner Buckel aussieht – die Techniker sprechen von einem Radom. Lukas Bucher geht davon aus, dass sich die Nutzungsgebühren für die Fluggäste in Zukunft verringern dürften. „Es wird neue Services und neue Anbieter geben und Firmen, die das Internet als gute Möglichkeit sehen, damit Kunden zu gewinnen und zu binden“, sagt er. Für die Airlines sieht er gegenwärtig das Internet zwar nicht als große Gelegenheit zum Geldverdienen. Seine Sorge jedoch: „Eine Fluggesellschaft, die nicht online ist, könnte eines Tages offline sein.“ Für Lufthansa-Technik jedoch bleibt der Geschäftszweig „Connectivity“, der zum Bereich Flugzeug-Modifikation gehört, ein lukratives Betätigungsfeld.

Wolfgang Duveneck

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Mittwoch, 11. September
Dr. Mark Hiller, Vorsitzender der Geschäftsführung Recaro Aircraft Seating