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Besuch einer alten Dame

Junkers F 13 feiert 100. Geburtstag

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Es geschah vor 100 Jahren in Dessau, am 25. Juni 1919: Das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt, eine Junkers F13, startet in den Himmel an der Elbe.

Damit gilt die Junkers F13 zu Recht als die Mutter von Verkehrsflugzeugen bis hinauf zum Airbus A380. Sie machte Prof. Hugo Junkers (1859-1935), den genialen deutschen Forscher, Ingenieur, Konstrukteur und vielseitigen Unternehmer, mit einem Schlag auch in der Luftfahrtwelt berühmt. Sein Credo war stets, die Luftfahrt möge völkerverbindend und friedenstiftend wirken. Dass er sich mit seiner unbeugsamen demokratischen und pazifistischen Haltung bei den Nazis höchst unbeliebt machte, gipfelte schließlich in Enteignung und Hausarrest fern von Dessau.

Aber seine Flugzeuge trugen den Namen Junkers tatsächlich in alle Welt: Seine einmotorige Junkers F13, die 2 Piloten und 4 Passagieren Platz bot, war in China und Russland ebenso zuhause wie in Deutschland oder Frankreich, oder auch in Nord- und Südamerika. Ihre Flugleistungen und ihre Robustheit waren sprichwörtlich.

Davon konnte sich jetzt auf dem Flugplatz Dessau ein persönliches Bild machen, wer zu den Feierlichkeiten des 100. Jahrestags des F13-Erstflugs eingeladen war. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff war unter den Festrednern und würdigte das beispielgebende Wirken von Hugo Junkers. Haseloff wie viele andere Festgäste wurden Zeugen des bemerkenswerten Besuchs einer alten Dame in Form eines weitgehend originalen F13-Nachbaus – unter Ägide der dafür neugegründeten Junkers Flugzeugwerke AG.

Dieses Unternehmen mit Sitz in Dübendorf/Schweiz war von dem Industriellen und begeisterten Piloten Dieter Morszeck ins Leben gerufen worden, dem großen Mäzen von Ideen und Flugzeugen aus dem Hause Junkers. Die “neue alte“ Junkers F13 ist ein professionelles Relaunch-Projekt ohne Beispiel, und in Dübendorf entstehen in einer Kleinserie bereits die nächsten Maschinen des Typs.