Rüdiger Moniac gestorben
Rüdiger Moniac – ein kollegialer Nachruf
Wir im Vorstand erfuhren es durch einen LPC-Kollegen, der die Traueranzeige am 4.2. in der FAZ gesehen hatte: Unser langjähriger und überaus geschätzter Kollege Rüdiger Moniac, ist am 23. Januar 2010 nach langer Krankheit, wie es heißt, gestorben. Es traf uns, die wir schon etwas länger im LPC sind, wie ein Schlag. Der immer blendend aussehende, immer gleich gut gelaunte, immer perfekt über alle militärischen, besonders Luftwaffenfragen informierte Kollege aus Bonn, später Berlin, jetzt wieder Bonn – nicht mehr unter uns? Die anstehende Jahreshauptversammlung – ohne die wehrpolitische Stimme des LPC? Rüdiger Moniac wurde 71 Jahre alt – „nur“ möchte man gerade in seinem Falle prompt hinzufügen.
Ich kannte Rüdiger Moniac, aus einigen gemeinsamen Jahren bei der „Welt“ in Bonn, in der wilden jungen Zeit der deutschen Einheit. Er war im Bonner Korrespondententeam der Zeitung einer der perfekt Informierten, und dabei extrem korrekt und verlässlich. Er gehörte zu denen, die – wenn sie in der Konferenz ein Stück angekündigt hatten – es auch wirklich auf die Minute ablieferten. Bei Rüdiger Moniac, dem Oberst d. R., blieben die Blattmacher bis zur buchstäblich letzten Sekunde relaxt. Man war völlig sicher, dass der große weiße Fleck, der ihm auf der Seite zugedacht war, sich noch füllen würde!
Selbst in großer Hektik, zum Beispiel an Wahlabenden, bewahrte Rüdiger Moniac Ruhe und Gelassenheit – und perfekte Manieren und Freundlichkeit. Und genau so haben wir alle, denke ich, ihn in den vergangenen drei Jahrzehnten auch im LPC erlebt. Interessiert, aktiv, und umgänglich. Er war letztlich der einzige, der aktiv die Verbindung zu den „Verteidigern“ in einem LPC aufrecht hielt, der – erst Recht nach dem Ende des Kalten Krieges – vor allem „zivil“ gestrickt war und ist.
Auch der LPC wird Rüdiger Moniac sehr vermissen.
Clemens Bollinger