LPC in der Presse

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Lufthansa-Technik zu Gast beim LPC

Rise Of Fall In Air Cargo - August Wilhelm Henningsen, Chairman Of The Executive Board Lufthansa Technik

© Flying Typers

FT: How has 2009 been so far?
AH: Up to this point we have not been affected much by the present global turmoil in aviation. In contrast to the air freight carriers that suffer immediately when stormy times come up, the MRO providers (Maintenance, Repair & Overhaul) feel headwinds much later. Aircraft do always fly and have to be repaired and overhauled. However, at this point I don’t exclude harsh times for our industry and LH Technik either..
FT: What lies ahead for Q4?
AH: Generally speaking, planes do always fly and have to be repaired and overhauled. From July 2008 to July 2009 worldwide aircraft movements have been reduced by only 3.1 percent. This is not a really frightening figure. Since we are serving 650 clients and are responsible for keeping about 2,000 aircraft in excellent technical shape we don’t forecast major negative impacts during the coming months.
FT: How does early 2010 look?
AH: As far as I can see, no brightness or darkness. What’s worrisome is the massive shift of passengers from first and business to economy, which many carriers suffer from. Cargo airlines are especially under enormous financial pressure due to shrinking tonnage and dwindling rates. More parking of freighters and passenger aircraft in deserts or at airports means less work for MROs. All in all I wouldn’t exclude further bankruptcies of airlines in the near future if things don’t turn for the better. Personally I expect the aviation industry to recover no earlier than 2011.
FT: What is LH Technik doing to weather the awkward business climate?
AH: Quite a lot. We save costs wherever possible, postpone not extremely urgent expenditures in infrastructure, set up additional lean production programs and streamline our logistics processes. Besides saving money we invest heavily in research and development to defend our position as global MRO market leader and get ready for maintaining and overhauling new Boeing, Airbus and Embraer variants like the A380 or B787.
Heiner Siegmund

Lufthansa-Technik-CEO: Haben uns trotz Krise bisher gut gehalten

Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires

09.10.09

HAMBURG (Dow Jones)— Die Lufthansa Technik AG, Hamburg, sieht sich trotz der weltweiten Wirtschaftskrise weiterhin gut aufgestellt. “Wir haben uns bisher gut gehalten”, sagte Vorstandsvorsitzender August W. Henningsen am Donnerstagabend in Hamburg.

Die Monate Juli, August und September seien “ganz gut gelaufen”. Aus diesem Grund sei er zuversichtlich, ein “gutes” Ergebnis abliefern zu können.

Entwarnung mochte der Vorstandsvorsitzende dennoch nicht geben. Keiner wisse, wie lange die Krise noch dauere, sagte Henningsen. Aus diesem Grund könnte es auch für die Tochter der Deutschen Lufthansa AG, Frankfurt, noch “heikel” werden.

Trotz der weltweit nachlassenden Nachfrage nach Flug- und Frachtreisen und damit auch nach technischen Dienstleistungen rüttelt Lufthansa Technik nicht an der Zahl ihrer Beschäftigten. Bis zum Jahresende seien weder Entlassungen noch Kurzarbeit geplant, sagte Henningsen. Die Gesellschaft nutze aber die Flexibilität, die innerhalb der bestehenden Arbeitverträge möglich sei.

Außerdem beschäftigt Lufthansa Technik rund 1.000 Leiharbeiter und kann durch ihren Einsatz auf Nachfrageschwankungen reagieren. “Wir sind gut beraten, uns diese Flexibilität nicht zu nehmen”, sagte Henningsen.
Die nachlassende Nachfrage nach Passagier- und Frachtflügen wirkt sich bei Lufthansa Technik zum einen durch geringere Arbeit bei laufenden Verträgen aus. Zum anderen würden Kunden aber auch bestimmte Wartungen zeitlich verschieben, sagte der CEO. Außerdem sinke die Zahlungsmoral. Dass die Auslastung der Betriebe dennoch “sehr gut” sei, liege auch daran, dass Lufthansa Technik neue Kunden gewonnen habe.

Um sich auf weitere Nachfrageschwankungen einzustellen, beobachtet der Vorstand den Markt ganz genau. “Wir müssen wissen, wie es unseren Kunden geht”, sagte er. Vor allem den großen Fluggesellschaften würden die Erlöse aus den First-Class-Segmenten fehlen. Als Dienstleister sieht sich Lufthansa Technik “in der Verpflichtung”, ihren Kunden in dieser Krise zu helfen.

Um die Auswirkungen der Krise auf das eigene Unternehmen so gering wie möglich zu halten, setzt der Vorstand bei Beibehaltung der bisherigen Unternehmensstrategie auch auf ein strenges Kostenmanagement und verschiebt beispielweise Investitionen in Infrastruktur. Im laufenden Jahr würden so zweistellige Mio-EUR-Beträge gespart, sagte der Vorstandsvorsitzende. Außerdem soll die Produktion noch weiter verschlankt werden.

Weitere Einsparungen sind seinen Angaben zufolge durch eine Verbesserung der Ersatzteillieferkette möglich. Außerdem habe die Gesellschaft im Ausland Niederlassungen, die Wartungen kostengünster als in Europa anbieten würden.

Lufthansa Technik bereitet sich zudem auf die Wartung und Instandhaltung neuer Flugzeugmuster vor. Als Beispiel nannte der CEO die A380, die B787, die B747-8 und die Q400 von Bombardier.

Der Vorstand lässt sich von der gegenwärtigen Krise nicht entmutigen. “Die Luftfahrt bleibe ein Wachstumsmarkt”, sagte er. Mittel- bis langfristig sei mit Steigerungsraten von 5% pro Jahr zu rechnen.

Stabiler Auftragsbestand bei Lufthansa Technik - keine Entlassungen

9. Oktober 2009, dpa

Von Karl Morgenstern
Hamburg (dpa/lno) – Von der allgemeinen Krise der Luftfahrt ist die Technik-Tochter der Deutschen Lufthansa bisher nur relativ wenig betroffen. Die Auftragslage des weltweit führenden technischen Dienstleistungsunternehmens für die Luftfahrtindustrie sei weiterhin stabil und Entlassungen seien auch nicht vorgesehen, erklärte der Vorstandsvorsitzendes der Lufthansa Technik, August Wilhelm Henningsen, am Donnerstagabend vor dem Luftfahrt-Presse-Club (LPC) in Hamburg. Lufthansa Technik beschäftigt allein in Hamburg rund 10 000 Mitarbeiter.

Henningsen räumte zwar ein, dass auch die Lufthansa Technik unter der weltweiten Luftfahrt-Krise leide, die bei den Fluggesellschaften der Welt nach IATA-Schätzungen in diesem Jahr zu 11 Milliarden US-Dollar Verlusten führen wird. Andererseits liege der Rückgang der Flugzeugbewegungen vom Juli 2008 bis zum Juli 2009 weltweit nur bei 3,1 Prozent. «Flugzeuge fliegen weiterhin und wir müssen dafür sorgen, dass diese Flugzeuge erhalten werden und sicher sind», betonte Henningsen. Die Lufthansa Technik habe immerhin 650 Kunden rund um den Globus und betreue regelmäßig 2000 Flugzeuge.

Die gegenwärtige Krise, so Henningsen, sei bei den Billigfliegern bisher nicht so stark angekommen wie bei den großen Fluggesellschaften; deren großes Problem sei der starke Rückgang von First und Business-Class-Passagieren als den tragenden Säulen bei den Einnahmen. Diese Erlöse fehlten diesen Airlines vor allem im interkontinentalen Bereich. Zudem sei die Zahl der Flugstunden rückläufig. Deshalb schloss Henningsen auch die Insolvenz weiterer Airlines nicht aus, wenn die Krise noch länger anhalte. Henningsen rechnet mit einer langsamen Erholung der ganzen Branche erst 2011. Der alte Stand werde frühestens erst wieder 2012 erreicht werden und im extrem schrumpfenden Frachtverkehr, der Einbußen bis zu 20 Prozent erlitten habe, mutmaßlich noch später. «Aber Propheten sind wir auch nicht. Die Dauer der Krise ist letzten Endes nicht exakt vorhersehbar», sagte er.

Der Lufthansa-Technik-Chef begründete seinen grundsätzlichen Optimismus vor allem damit, dass die Auslieferung neuer Flugzeuge uneingeschränkt auf hohem Niveau bleibe: «Das gilt vor allem für Airbus und Boeing. Und unsere Kunden-Airlines sind trotz aller Probleme rund um den Globus weiter auf Wachstum eingestellt.» Langfristig bereite sich die Lufthansa Technik schon heute auf die Wartung und Betreuung neuer Flugzeugmuster wie Boeing 787, Boeing 747-8, Airbus A350XWB und auch auf den doppelstöckigen Airbus A380 vor, der noch in diesem Jahr bei Air France und im nächsten bei der Deutschen Lufthansa in Dienst gestellt werde.