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AeroLogic trucks take wing
A jetliner flight from Germany to Hong Kong takes about ten hours. Not in the case of Leipzig/Halle-based cargo carrier AeroLogic GmbH however, that deploys B777-200 freighters on that route. The aircraft need an additional sixty minutes or even more to link both airports nonstop since they are forced to bypass Russian territory.
“We have filed an application months ago in order to obtain the traffic rights for over flying Russian airspace. Moscow’s Ministry of Transport however, has not granted us that permission as of today,” stated AeroLogic’s Managing Director Ulf Weber (left) during a meeting organized by the local Association of Aviation Journalists (Luftfahrt-Presseclub) in Hamburg.
Consequently his freighters have had to circumvent the far stretching country on their way between Europe and China by choosing a more southern route via Kazakhstan and other CIS states. This route burns more fuel and is time consuming.
Weber and his co-Managing Director Thomas Papke however, are confident to be permitted the traffic rights soon. The soonest this could happen is March 12, when German and Russian government delegations gather to hold their bi-annual meeting on traffic matters.
However, if an agreement is not reached, AeroLogic will have to wait until October of this year when the next round of bilateral traffic talks between Berlin and Moscow will be held.
Meanwhile AeroLogic’s fleet has grown to four units, all of them leased B777-200Fs. Until year’s end four more B777-200Fs are scheduled to enter the fleet. By then the DHL Express and Lufthansa Cargo joint venture (50/50%) will be Europe’s fourth biggest air freight carrier, after AF-KLM-Martinair Cargo, Lufthansa Cargo and Cargolux.
The carrier established in 2007 and operating since June 2009 has a very unique business model. “I don’t know any other cargo airline comparable to us,” says manager Weber. On weekdays from Monday to Friday the aircraft are exclusively deployed on DHL Express’ global routes, carrying mostly packages and parcels, then Lufthansa Cargo takes over responsibility on Saturdays and Sundays by utilizing the Boeing freighters on the carrier’s own network. Constant co-loading by both partners is assured by a block space agreement that secures the best achievable payload on basically every flight.
“This model has proven to be pretty beneficiary for us and our parent companies DHL Express and Lufthansa Cargo as well,” says manager Papke. While AeroLogic is responsible for loading, transporting and unloading the shipment at the destination the parents manage the entire sales process, the warehouse handling, customs clearance, and feeding or de-feeding of the goods.
“Actually we are the truckers of the air,” Papke states. The manager will leave AeroLogic in mid-March to become head of procurement at Lufthansa Passenger Airlines. His seat at AeroLogic will be taken over by Joerg Eberhart, (left) presently VP Commercial, Marketing and Network at Air Dolomiti, Lufthansa’s regional Italian subsidiary.
© Heiner Siegmund / Air Cargo News
Post- und Lufthansa-Tochter darf Russland nicht überfliegen
Von Kirsten Bienk, DOW JONES NEWSWIRES
12.02.10
HAMBURG (Dow Jones)—Die gemeinsame Frachtfluggesellschaft der Deutschen Post und der Lufthansa darf nicht über russisches Gebiet fliegen und nimmt deswegen auf ihrem Weg nach Hongkong lange Umwege in Kauf. Das russische Verkehrsministerium versage AeroLogic als neuer deutschen Frachtfluggesellschaft derzeit noch die Erlaubnis, sagte AeroLogic-Geschäftsführer Ulf Weber am Donnerstagabend dem Luftfahrtpresseclub Hamburg. Er zeigte sich aber zuversichtlich, die entsprechenden Verkehrsrechte in Kürze zu erhalten.
Die Verhandlungen über die Verkehrsrechte führt nicht das Unternehmen selbst. Dies ist Weber zufolge eine Thema für bilaterale Verhandlungen zwischen dem deutschen und dem russischen Verkehrsministerien. Solange die Genehmigung noch nicht vorliegt, meiden die AeroLogic-Piloten russisches Gebiet und fliegen südlich dieser Region nach Asien. “Dies kostet uns viel Zeit und Geld”, sagte Weber. Die Flugzeit verlängere sich um rund eine Stunde. Dabei werde entsprechend mehr Kerosin benötigt. Seit 3 Monaten dauere dieser unbefriedigende Zustand schon an.
Abgesehen von diesem Manko äußerte sich der Geschäftsführer positiv über seine Erfahrungen mit der im September 2007 gegründeten Fluggesellschaft. “Unsere vier Flugzeuge sind sehr gut ausgelastet und unsere Performance bei Kosten, Pünktlichkeit und Qualität ist sehr gut”, sagte Weber. Die Auslastung der Frachtkapazitäten liege zwischen 65% und 70%, die Anlaufkosten seien geringer als von den beiden Anteilseignern budgetiert.
Dies bestätigten auch die beiden Anteilseigner. “Wir sind sehr zufrieden mit AeroLogic”, sagte Lufthansa-Cargo-Sprecher Nils Haupt am Freitag auf Anfrage zu Dow Jones Newswires. Die Lufthansa-Tochter hält ebenso wie die Post-Tochter DHL Express jeweils 50% der Anteile der AeroLogic GmbH mit Standort in Schkeuditz nahe Leipzig. “Unsere Erwartungen werden voll erfüllt”, fügte eine DHL-Sprecherin hinzu.
Das Joint Venture betreibt derzeit vier Flugzeuge, vier weitere sollen im Verlauf des Jahres hinzukommen. Während sich DHL Express und Lufthansa Cargo um die Auslastung der Flugzeuge, die Lagerhaltung und den Warenumschlag kümmern, ist die Airline alleine für den reinen Flugbetrieb zuständig. DHL Express übernimmt dem Gesellschaftervertrag zufolge die kommerzielle Verantwortung für die Flugzeuge an den Werktagen, Lufthansa Cargo an den Wochenenden. “DHL und Lufthansa Cargo geben uns vor, wann wir wohin fliegen sollen”, sagte Weber. Und dieses System funktioniere seit Aufnahme des operativen Flugbetriebs im Juni 2009 sehr gut.
“Wir sind ein sehr schlankes Unternehmen”, sagte der andere AeroLogic-Geschäftsführer Thomas Papke. Es würden sehr viele Leistungen nicht selbst erbracht, sondern dazugekauft. Im laufenden Jahr stehe vor allem die Integration der vier neuen Maschinen in den Flugplan, die Suche und Ausbildung von zusätzlichen Piloten und die Entwicklung neuer Strecken auf der Agenda. Ziele der Frachter sind vor allem Flughäfen in Europa, den USA und Asien.
Die für 2010 geplante Inbetriebnahme vier weiterer Boeing 777-Frachter sehen die Eigentümer trotz der Weltwirtschaftskrise nicht kritisch. “Wir rechnen mit einer guten Auslastung der neuen Flugzeuge”, sagte die DHL-Sprecherin. Der Bedarf für Transporte zwischen Asien und Europa entwickele sich positiv.
Frachtflieger AeroLogic muss Russland umkurven
Noch will Moskau der Tochter von DHL Express und Lufthansa Cargo keine Überflugrechte gewähren – Schutz der eigenen Flotte
Hamburg – Die Leipziger Cargofluglinie AeroLogic GmbH darf auf ihren Flügen zwischen Europa und Hongkong kein russisches Staatsgebiet überqueren. Grund ist die anhaltende Weigerung des Moskauer Transportministeriums, der Gemeinschaftstochter von DHL Express und Lufthansa Cargo die bereits vor Monaten beantragten Überflugrechte zu erteilen. “Wir gehen aber davon aus, diese Genehmigung bald zu erhalten”, kündigte AeroLogic-Geschäftsführer Ulf Weber jetzt gegenüber den Mitgliedern des Hamburger Luftfahrt-Presseclubs an. Das wird frühestens klar, wenn die nächste turnusmäßige deutsch-russische Konferenz über Verkehrsrechtsfragen am 12. März endet. Bis dahin müssen die AeroLogic-Frachter auf der Strecke Leipzig-Hongkong russisches Territorium großräumig umfliegen, was Zeitverluste und höhere Treibstoffkosten verursacht.
Mit ihrer restriktiven Haltung will die Moskauer Regierung laut Fachleuten den eigenen Frachtfliegern Wettbewerbsvorteile gegenüber externen Konkurrenten sichern. “Aufgrund ihrer vergleichsweise kürzeren Flugstrecke zwischen China und Westeuropa haben sie weniger Kosten, weshalb sie den Kunden günstigere Transportpreise anbieten und dadurch Marktanteile abjagen können”, sagt Analyst Dirk Steiger von der Frankfurter Aviainform GmbH.
Andererseits entgehen dem russischen Staat so Einnahmen, die er von ausländischen Gesellschaften für die Gewährung von Überflugrechten abkassiert. Diese so genannten Royalties, zahlbar an das Moskauer Transportministerium, sind extrem teuer. Danach müssen Airlines nach Information der WELT jährlich 2,5 Mio. Dollar für wöchentliche Hin- und Rückflüge zwischen Europa und Fernost überweisen. Mit den Geldern sollen die russischen Flughäfen modernisiert werden; erhebliche Teile fließen nach Information der WELT aber auch örtlichen Airlines wie der Aeroflot, dem Frachtflieger Air Bridge Cargo oder der Transaero direkt zu. Gegen diese Subventionspraxis protestiert die Vereinigung Association of European Airlines (AEA) seit Jahren vergeblich. Indes läuft die noch zu Sowjetzeiten mit der EU getroffene Vereinbarung 2013 aus. Sie soll durch ein liberales europäisch-russisches Luftverkehrsabkommen ersetzt werden.
© Heiner Siegmund, DIE WELT