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LPC-Premiere auf der AERO

Ein neues Format feierte auf der größten Messe für die Allgemeine Luftfahrt in Europa Premiere: Erstmalig veranstaltete der Luftfahrt-Presse-Club auf der AERO in Friedrichshafen einen Innovationsrundgang. Journalisten-Kollegen hatten dabei die Gelegenheit, einerseits die Vielseitigkeit dieser etablierten Messe kennenzulernen, konnten andererseits aber auch mit Entscheidungsträgern herausragender innovativer Unternehmen aus der Branche ins Gespräch kommen.

Zum LPC-Innovationsrundgang trafen sich am 20. April Kolleginnen und Kollegen unter Führung der AERO-erfahrenen LPC-Schatzmeisterin. Höhepunkte waren dabei sechs halbstündige intensive Briefings sowie ein gemeinsames Essen auf Einladung der AERO und dessen Projekt-Chef Roland Bosch.

Den Anfang machte die Hybrid Airplane Technologies GmbH, die ihre vielseitig einzusetzende Drohne h-aero direkt über den Köpfen der Kollegen bei der Luftarbeit präsentierte, völlig legal übrigens, denn diese Drohne darf tatsächlich über Menschen schweben. Weiter ging es dann zu Garmin International aus den USA. Das führende Unternehmen für Navigationssysteme präsentierte seinen Gästen die jüngsten Highend-Cockpit-Entwicklungen mit intuitiver Touch-Screen-Bedienung. Auch Piloten der Allgemeinen Luftfahrt profitieren inzwischen vom papierlosen Cockpit und fliegen mit den neuen Systemen erheblich sicherer und entspannter.
Der dritte Kandidat beim LPC-Innovationsrundgang, das thüringische Unternehmen edm aerotec ist der erste Hersteller eines Helikopters, CoAx 2D, der in der Ultraleicht-Gewichtsklasse in Deutschland zugelassen ist. Das vereinfacht in der Zukunft die doch recht kostspielige Helikopterpiloten-Ausbildung und zeigt, dass auch ein mittelständischer Hersteller von Luftfahrzeugen in der Lage ist, ein komplexes Fluggerät von der ersten zaghaften Entwicklung am Reißbrett bis zur Serienreife zu bringen – und das ganz ohne Fördergelder und noch dazu geleitet von einer Frau, was absolut ungewöhnlich in dieser Branche ist.

Richtig elegantes Fluggerät mit zwei Turbinen gab es dann bei Pilatus Aircraft aus der Schweiz zu sehen. Die Kolleginnen und Kollegen durften Platz nehmen in der hochmodernen PC-24-Kabine. Der Erstkunde des Business Jets der Extraklasse, der im Dezember 2017 seine Verkehrszulassung erhielt, ist der Royal Flying Doctor Service aus Australien. Die robusten Flugzeuge von Pilatus sind dort schon seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz. Solide Bauweise und hohe Zuverlässigkeit sind bei Einsätzen im Outback unabdingbar.

Wie man mit einem originären Segelflugzeug für die Wissenschaft 40 Stunden am Stück, dazu mit energiesparenden Brennstoffzellen und CO2-neutral fliegen kann, wurde den LPC-Kollegen beim Entwicklungsbetrieb Lange Research aus Zweibrücken demonstriert.

Antares E2 Antares E2

Die Antares E2 ist eigentlich eine fliegende Sensorplattform für die Forschung und ist so ausgelegt, dass sie sowohl bemannt als auch autonom fliegen kann.

Siemens Stromtankstelle

Last but not least präsentierte Siemens eAircraft zukunftsweisende Projekte des elektrischen Fliegens. In der Flugerprobung mit Elektroantrieben befinden sich bereits das in Deutschland entwickelte Kunstflugzeug Extra 330 LE und das ungarische UL Magnus eFusion. Gemeinsam mit Airbus entwickelt Siemens eAircraft zudem auch Fluggeräte, die in der Lage sind, senkrecht zu starten und zu landen. Die noch vor wenigen Jahren utopische Vision vom Flugbetrieb mit innerstädtischen Lufttaxis könnte bereits 2025 Realität werden.

Eine spannende fliegerische Zukunft wartet also auch auf den LPC, der hofft, dass der Innovationsrundgang auf der AERO künftig zum festen Format im Angebot an seine Mitglieder wird.